Im Zeitraum von Januar 2010 bis zum Juni 2013 explodierte die Zahl der aktiven Nutzer von Facebook in Deutschland laut dem renommierten Daten-Dienstleister de.statista.com. Sie stieg von 5,75 Millionen auf über 26 Millionen Nutzer an. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung fragen sich viele Unternehmer, ob es noch sinnvoll ist, E-Mail-Marketing zu betreiben oder ob sich Online-Werbung auf soziale Netzwerke beschränken sollte. In diesem Artikel vergleichen wir die Werbemöglichkeiten für Firmen in den Sparten Print, soziale Medien und Newslettern, den Aufbau von Newslettern, zu beachtende rechtliche Vorgaben und erläutern knapp Vor- und Nachteile verschiedener Versandmethoden.

Verschiedene Marketing-Methoden im Vergleich

  • Printwerbung ist vielfältig und bietet eine große Auswahl in Bezug auf den Werbeumfang. Zu Kleinstformen, die grundsätzlich der Streuwerbung zuzurechnen sind, zählen Handzettel (= Flyer) oder Aufkleber. Ihr Informationsgehalt ist begrenzt. Über detailliertere Formen wie Annoncen in Zeitungen, Beilagen, Broschüren bis hin zu umfangreichen Katalogen steigert die werbende Firma den Informationsgehalt, während die Schöpfung des Unternehmens-Images proportional dazu sinkt. Wer Printwerbung in die Hand nimmt, konzentriert sich länger darauf und behält sie in Erinnerung. Ihre Kosten und äußerst begrenzte Verbreitung sind jedoch unüberwindliche Kritikpunkte, ja, durch diese Mängel wurde der Aufstieg des Online-Marketings erst möglich.
  • Wie eingangs erwähnt, erfreuen sich soziale Medien wie Facebook oder Twitter großer Beliebtheit. Viele Unternehmen errichten Accounts und posten Nachrichten. Jedoch ist es schwer, die Posts attraktiv zu formatieren. Bei Twitter sind Nachrichten auf 140 Zeichen begrenzt, sodass Informationen über einen Betrieb dem Kunden nicht nahegebracht werden können.  Dennoch stechen soziale Netzwerke wie Facebook durch eine sehr hohe Reichweite und vergleichsweise kleine Streuverluste (Zielgruppe kann sehr genau definiert werden) hervor.
  • Newsletter werden absichtlich abonniert, da der Sender verpflichtet ist, die Zustimmung des Kunden einzuholen. Dies geschieht durch das Double-Opt-In, bei dem der Leser den Nachrichtenbrief anfordert und den Link dazu in einer neuerlichen Mail aktiv betätigt. Deshalb ist sein Interesse vorausgesetzt. Das E-Mail-Marketing (EMM) bietet zudem die Chance, den Newsletter auf die Zielgruppe zuzuschneiden, indem veränderbare und individuelle Bausteine dabei benutzt werden. So bieten sich gute Möglichkeiten, auf den Kunden persönlich einzugehen. Viele Firmen nutzen dafür professionelle Newsletter Software, wie etwa Maileon vom Anbieter Xqueue. Ein Problem war immer, dass viele Newsletter im Spam-Filter der Kunden hängen bleiben, dies kann ebenfalls durch professionelle Partner vermieden werden. Newsletter eignen sich als Marketing-Strategie sowohl für kreative Start-Ups, die einen Kundenstamm aufbauen wollen wie für etablierte Betriebe, die Kundenbindungen langfristig intensivieren wollen.

 Aufbau von Newslettern

EMM wird heutzutage meist im Multipart-Format betrieben. Diese Verbindung von Text und HTML sorgt dafür, dass jeder Kunde die Werbenachricht unabhängig von technischen Voraussetzungen vollständig empfängt und betrachten kann. Der elektronische Werbebrief verfügt über verschiedene Elemente. Oben befindet sich der Briefkopf. Dort sind die Ausgabe, verschiedene Header und ein Logo des Unternehmens enthalten, welches sich beim Kunden einprägt. Es ist sinnvoll, im Briefkopf Teile von Nachrichten zu platzieren, da diese als Teaser auf mobilen Endgeräten erscheinen.

Als nächstes betrachtet der Kunde die Mitteilung des Herausgebers. Das sogenannte Editorial schafft eine Bindung, da der Kunde persönlich angesprochen wird und der Herausgeber mit der Signatur Zuverlässigkeit garantiert. Im eigentlichen Content des Newsletters sollten keine Verlinkungen stattfinden, zur Illustrationen können Videos oder Bilder integriert werden. Durch Absätze und Unterüberschriften sollte der Gesamttext für den Kunden strukturiert werden. Entscheidend ist der korrekte Footer, der nicht nur die Verlinkung zu Social Media und damit Cross Marketing ermöglicht. Er muss gemäß den gesetzlichen Bestimmungen das Impressum sowie das Widerspruchsrecht gegen den Erhalt jedes Mal beinhalten.

Versandmethoden beim E-Mail-Marketing

Grundsätzlich sind eigene E-Mailprogramme und Software, die auf dem Desktop installiert werden kann, entweder kostenlos oder günstiger als Dienstleister, welche etwa als Cloud-Lösungen professionelle EMM für Unternehmen bieten, die zudem regelmäßige Kosten verursachen. Dienstleistern firmeninterne Daten zu übergeben ist darüber hinaus ein heikles Thema. Dennoch erreichen Dienstleister eine deutlich höhere Zustellquote, da sie mit Providern kooperieren. Um technisches Know-How, etwa die Konfiguration oder wichtige Aktualisierungen, beispielsweise die korrekte Anpassung an rechtliche Vorgaben, braucht man sich als Unternehmen nicht zu kümmern. Deshalb ist dieser Schritt für Firmen, die einen professionellen Newsletter-Auftritt wollen, zu überlegen.