Sie sind der Meinung, dass sie ihr Unternehmen gegen die wichtigsten Gefahren wie Feuer, Elementarschäden und Leitungswasser abgesichert haben? Aber was ist wenn nicht? Wahrscheinlich haben sie eine Sache bei ihrem Versicherungsschutz nicht oder zu gering abgesichert.

Was wäre, wenn sie auf unbestimmte Zeit ihre berufliche Tätigkeit auf Grund eines Brandes nicht mehr ausführen können? Sie würden kein Geld mehr einnehmen. Haben Sie dabei auch an ihre Fixkosten gedacht? Die laufen weiter auch ohne Rücksicht auf ihren Umsatz. Falls sie nicht über genügend Rücklagen verfügen sollten, sprechen wir gerade von ihrer totalen finanziellen Katastrophe. Aber es gibt eine Möglichkeit dieses finanzielle Risiko zu minimieren. Entsprechenden Schutz bietet eine Ertragsausfallversicherung (oder auch Betriebsunterbrechungsversicherung genannt).

Sollte der Betriebsablauf aufgrund eines Sachschadens (z.B. Feuer oder Einbruchdiebstahl) unterbrochen sein, so werden der entgangene Gewinn und die notwendigen fortlaufenden Kosten durch die Ertragsausfallversicherung übernommen. Auch die Schadensminderungskosten (die erforderlichen Kosten für die Erhaltung des Unternehmens) werden durch eine solche Ertragsausfallversicherung übernommen. Ohne eine solche Absicherung könnte ein Unternehmen eventuell nicht mehr nach einem solchen Schaden existieren. Der gesamte Aufwand für den entgangenen Gewinn, die fortlaufenden Kosten für Ersatzmaschinen, Personal oder auch Stromkosten können schon mal schnell über 100.000 Euro betragen.

Das A und O bei der richtigen Absicherung durch eine Ertragsausfallversicherung ist die Ermittlung der richtigen Versicherungssumme.

Versicherungssumme:

(Netto-Umsatzerlöse des Vorjahres) – (Aufwendungen für Waren-Materialeinsatz) + (Vorsorgebeiträge für erwartete Steigerung des Betriebsertrages im laufenden und nächsten Jahr) = Versicherungssumme Ertragsausfall.

Sehr oft kann der Ertragsausfall auch über die Inventar- bzw. Inhaltsversicherung abgedeckt werden, doch diese Absicherung könnte sich eventuell nur auf die Höhe des Inventars begrenzt sein. Gerade wenn der Umsatz im Verhältnis zu den eingesetzten Mitteln sehr hoch ist, kann diese Absicherung viel zu gering sein. Genau so sieht es bei einem Unternehmen im Dienstleistungssektor aus. Die Länge der Haftzeit ist ebenfalls ein sehr wichtiger Punkt und sollte mindestens 12 Monate betragen. Auch eine Haftzeit von 18 und 24 Monaten ist möglich.

Damit Sie nicht in die Situation kommen und ihr Unternehmen verlieren, empfehle ich, die aktuelle Absicherung regelmäßig zu überprüfen. Auch vorhandene Versicherungen sollten regelmäßig in Bezug auf die Versicherungssumme überprüft werden.