Die Gerichte werden immer wieder bemüht, Entscheidungen zur steuerlichen Abzugsfähigkeit von Handwerkerleistungen zu beurteilen. Unter gewissen Voraussetzungen können Handwerkerleistungen steuermindernd berücksichtigt werden:

Abzugsfähig sind nur die Arbeits- und Fahrtkosten inkl. Umsatzsteuer, nicht aber die Materialkosten. Bei den handwerklichen Tätigkeiten muss es sich immer um eine Renovierungs-, Erhaltungs- oder Modernisierungsmaßnahme handeln, sofern keine Betriebsausgabe oder Werbungskosten bei einer anderen Einkunftsart vorliegt (z. B. bei Vermietung und Verpachtung). Handwerkliche Tätigkeiten im Rahmen von Neubaumaßnahmen als Anschaffungs- oder Herstellungskosten sind nicht begünstigt. Hierzu gehören alle handwerklichen Tätigkeiten, die im Haushalt bzw. auf dem Grundstück des Kunden durchgeführt werden. Arbeiten in der Werkstatt des Handwerkers können nicht angerechnet werden. Maßnahmen, die schon nach dem CO2- Gebäudesanierungsprogramm der KFW-Förderbank oder durch andere öffentliche Zuschüsse gefördert werden, sind nicht begünstigt, um eine doppelte staatliche Förderung derselben Maßnahme auszuschließen.

Ebenso abzugsfähig sind auch die Handwerkerleistungen im Zusammenhang mit dem Kauf von Möbeln, als sie im Haushalt des Kunden erbracht werden. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Montageleistungen zum Auf- bzw. Einbau der Möbel. Diese sollten auf der Rechnung gesondert ausgewiesen werden. Abzugsfähig sind hierbei die Montagekosten einschließlich der Umsatzsteuer.

Die Steuerermäßigung beträgt 20 % der Aufwendungen, höchstens jedoch 1.200,00 EUR.

Voraussetzung für die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen ist, dass der Steuerpflichtige für die Aufwendungen eine Rechnung erhalten hat und die Zahlung auf das Konto des Handwerkers erfolgt. Barzahlungen sind leider steuerlich nicht begünstigt.