In einem früheren Blogbeitrag  schrieb ich über die Möglichkeiten der Bekämpfung von Verlusten und, dass diese inhärent in jeder Organisation vorhanden sind. Nun möchte ich über einen “Verlust” referieren, dessen Potential oft unterschätz wird. Das Thema lautet: „Arbeitssicherheit“.

Gewiss, das Thema ist nicht „sexy“ und wird in den Betrieben oft als lästig eingestuft.

Da der Gesetzgeber die Vorgaben gibt, beschränken sich viele Unternehmer auf die Einhaltung der Vorschriften nach dem Motto: „Bloß nicht auffällig werden“.

Dabei stellt Arbeitssicherheit ein Thema dar, bei dem sich Kräfte bündeln lassen und sich keine der im Betrieb existierenden Parteien entziehen kann. Neben der Verbesserung der Sicherheit im Betrieb kann es ein nutzbares Instrument sein, um nachhaltige Veränderungen einzuführen.

Verstehen Sie mich nicht falsch, es geht nicht um die (falsche) Instrumentalisierung eines ernsten Themas. Vielmehr geht es darum, aus einem eh vorhandenen Themenkomplex ein Maximum herauszuholen, sowohl für die Arbeitnehmer als auch für den Betrieb selbst.

 Kennen Sie die Kosten eines Arbeitsunfalls?

Die Frage ist “Häresie” und viele Unternehmer antworten mit: „Unmessbar, wir handeln aus Gründen der Ethik; Moral; Verpflichtung usw. Dies ist sicherlich richtig, denn als Arbeitgeber sind wir verpflichtet, die Integrität unserer Mitarbeiter zu sichern. Trotzdem sei es mir erlaubt einen kleinen Exkurs zu machen.

Ein schwerer Unfall im Betrieb ruft Organisationen auf den Plan: beginnend mit der Berufsgenossenschaft bis hin zur Presse, Polizei und Staatsanwaltschaft. Ein schwerer Unfall kann einen Betrieb oder Teile davon lahmlegen, u.U. stilllegen. Der Imageverlust ist verheerend (Ruf aufzubauen dauert Jahre, ihn zu zerstören kann in Sekunden geschehen). Ferner gilt es zu beachten, dass die Schwere eines Unfalls nur vom Zufall abhängt, selbst die Folgen eines “einfachen” Sturzes können in einem Schreck oder gar tödlich enden.

Nun die wiederholte Frage: Wie hoch wären die Kosten eines Arbeitsunfalls?

Die Antwort: Für einen Betrieb können sie von Null bis Unendlich schwanken.

Da die Folgen eines Unfalls nur vom Zufall abhängen, sind zwangläufig die täglichen Risiken aus mangelhafter Arbeitssicherheit auch ein „Zufallsprodukt“.

Wenn Sie sich diese Antwort vor Augen führen, darf das Thema nicht als lästig eingestuft werden, da es kritisch für einen Betrieb werden kann und sollte keineswegs weg-delegiert werden (oft an den Sicherheitsbeauftragten). Vielmehr muss es zur “Chefsache” deklariert werden und hier schließt sich der Kreis: wenn Sie sich dieses Themas als Geschäftsführer annehmen müssen, warum nicht gleich das Thema als unternehmerisches Instrument nutzen? (Nicht mit missbrauchen zu verstehen).

Das Thema kann von keiner der im Betrieb agierenden Parteien verneint oder blockiert werden (wer ist gegen Arbeitssicherheit im Betrieb?), d.h. Sie können hier viele Widerstände gegen Veränderung von vornhinein minimieren, wenn nicht ausschließen.

Sicherheitsexperten werden Ihnen viele Vorschriften vermitteln oder technische Vorschläge unterbreiten. Nur ein erfahrener Unternehmensberater, von der Praxis für die Praxis, kann Ihnen helfen, mit einem externen Blick die Schwachstellen aufzudecken und die Potentiale aufzeigen.

Eine Anfangsberatung ist einfach und schnell (ohne weitere Verpflichtungen) und kann Ihnen neue Wege aufzeigen.

Wann sehen wir uns?