Meist ist es so, ein Zusammenleben bringt auch meist ein gemeinsames Konto mit sich! Spätestens wenn sich Paare eine Wohnung teilen, entscheiden sie sich oft für ein gemeinsames Konto. Meistens wählen sie dann ein „Oder-Konto“. Der Grund, bei dieser Variante des Gemeinschaftskontos kann jeder Kontoinhaber unabhängig vom anderen über das Geld verfügen kann. Nur wenigen ist klar, dass diese vorgehensweise auch steuerliche Konsequenzen hat.

Das Bürgerliche Gesetzbuch stellt in §430 die Vermutung auf, dass jedem Mitinhaber die Hälfte des Guthabens beziehungsweise der Schulden auf einem Oder-Konto gehören. Diese gesetzliche Vermutung macht sich auch die Finanzverwaltung zu eigen. Denn zahlt vor allem einer der beiden Geld auf das gemeinsame Konto ein, sieht der Fiskus unter Berufung auf §430 des Bürgerlichen Gesetzbuchs eine stillschweigende Schenkung zugunsten des anderen in Höhe von 50 Prozent der eingezahlten Beträge an.