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Ein Mehrbedarf von 30 bis 40 Milliarden notwendig

Pensionskassen sowie Pensionsfonds sollen nach Vorstellung der EU-Kommission künftig wie ein Versicherungsunternehmen behandelt werden. Doch welche Folgen hätten diese Veränderungen für die benannten Versorgungsträger. Zunächst einmal müssten somit alle Pensionskassen sowie Pensionsfonds sich den internationalen Anforderungen für Versicherer (Solvency II) anpassen. Diese schreiben allerdings eine deutlich höhere Eigenkapitalstruktur vor, was nahezu einer Verachtfachung der derzeigen Situation entsprechen würde. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales schätzt den zusätzlichen Kapitalbedarf auf 30 bis 40 Milliarden Euro.

Derzeit liegt das Gesamtvermögen aller 150 in der Bundesrepublik Deutschland zugelassenen Pensionskassen, nach Angaben der Arbeitgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (Aba), bei 150 Milliarden Euro. Viele dieser genannten Gesellschaften wären mit einer solch hohen Eigenkapitalaufstockung schlichtweg überfordert. Eine weitere Befürchtung liegt in der Akzeptanz der Arbeitgeber. Diese würden sich aus den Leistungen zur Alters-, Hinterbliebenen- oder Invaliditätsversorgung für Ihre Arbeitnehmer möglicherweise zurückziehen.

Aus dem Bundesarbeitsministerium hieß es bis dato nur, dass man sich seitens der Bundesregierung und der EU-Kommission zwar einig in dem gemeinsamen Ziel angemessener, nachhaltiger und kostengünstiger Betriebsrenten sei, allerdings sein man seitens der Regierung sketpisch, was die geplante Erhöhung der Eigenmittel betreffe. Durch diese Pläne würde das Gegenteil erreicht werden, wenn die Solvabilitätsvorgaben der Versicherer eins zu eins übernommen werden würden.

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