Inflationsrate ist immer noch über dem angestrebten Ziel – steigt aber nur langsamer an

Am Mittwoch teilte die Europäische Statistikbehörde Eurostat mit, dass die Inflationsrate im Juli 2,5 Prozent betrug. Ein Jahr vorher hatte sie noch 2,7 Prozent betragen. Das angestrebte Maximum für die Inflationsrate der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt bei lediglich 2,0 Prozent. Bisher wurde dieser Wert achtmal überschritten. Die größte Veränderung die Inflation in Juli war in Estland mit einem Anstieg der Verbraucherpreise innerhalb eines Jahres um 5,3 Prozent.

Auf Platz 2 ist Belgien (4,0 Prozent), gefolgt von der Slowakei (3,8 Prozent). Aufgrund einer anderen Berechnung gibt das Statistische Bundesamt Inflationsrate für Juli mit 2,4 Prozent an. Lediglich 2 Länder lagen unter der Zwei-Prozent-Marke im Juli (Irland  mit 1,0 Prozent und Slowenien (1,1 Prozent)).

Um die Inflation zu dämpfen hatte die EZB ihren Leitzins von 1,25 auf 1,5 Prozent Anfang Juli erhöht. Da das Bruttoinlandsprodukt in der Euro-Zone lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal wuchs, wird mittlerweile damit gerechnet, dass eine mögliche zweite Erhöhung des Leitzinses ausgeschlossen ist für dieses Jahr.