Schön dass Sie den Blog so zahlreich verfolgen, heute möchte ich mich mit dem nächsten Durchführungsweg

– Pensionskasse

beschäftigen, ein weiterer Baustein zur Absicherung im Alter, denn wir werden ja bekanntlich alle nicht jünger?

Ähnlich wie die Direktversicherung ist die Pensionskasse eine Art Lebensversicherung. Als einfacher und sicherer Weg zur Einrichtung einer betrieblichen Altersvorsorge ist die Pensionskassenversorgung besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) interessant.

Die Pensionskasse ist eine rechtlich selbständige Versorgungseinrichtung, die meistens in Form einer Aktiengesellschaft oder des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit errichtet wird, aber auch kleinere Verbands-, Betriebs- oder Vereinspensionskassen sind zu finden. In der Praxis finden sich häufig immer mehr firmeneigene Pensionskassen.

Der Arbeitgeber schließt dazu einen Versicherungsvertrag mit einer Pensionskasse ab und zahlt für den Arbeitnehmer (GGF) die Versicherungsbeiträge ein.

Die gezahlten Beiträge können dann sofort als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Der Arbeitnehmer hat dabei einen direkten Versorgungsanspruch gegenüber der Versicherung und nicht wie bei anderen Durchführungswegen nur gegen den Arbeitgeber.

Bei Eintritt des Versorgungsfalls zahlt die Pensionskasse an den GGF (=Arbeitnehmer) dann die vertraglich vereinbarten Leistungen.

Leistungen sind dabei laufende Renten wegen Erreichens des Rentenalters, wegen Invalidität oder Tod, als Hinterbliebenenrente möglich, können jedoch auch als einmalige Kapitalzahlung abgefunden werden.

Welche Leistungen können vereinbart werden:

lebenslange garantierte Rentenleistungen

Kapitalwahlrecht zwischen laufender Rentenzahlung und Einmalzahlung (Kapitalabfindung).

Vorteile:

Nutzung von Kapitalmarktchancen durch fondsgebundene Rentenvarianten mit garantierter Mindestleistung

flexibler Rentenbeginn ab dem 60. Lebensjahr

Hartz-IV-Sicherheit: Pensionskasse wird nicht als Altersvorsorge angerechnet
Absicherung des Berufsunfähigkeitsrisikos und der Hinterbliebenen (wie bei der klassischen Rentenversicherung) möglich

Vorteile die einem sofort ins Auge fallen:

Der Eintritt ist sofort möglich, da keine Wartezeit (sonst in der Regel 3 Jahre ab Diensteintritt).

Die Zahlung eines Einmalbeitrages ist möglich.

Senkung der Lohnnebenkosten durch Einsparung von Sozialversicherungsbeiträgen bei Entgeltumwandlung bis zu 4 % der BBG (weniger interessant beim GGF, weil nicht sozialversicherungspflichtig)

Sehr geringer Verwaltungsaufwand

Freistellung von betriebsfremden Risiken, da sich die Ansprüche des Arbeitnehmers bzw. seiner Angehörigen unmittelbar gegen das Versicherungsunternehmen richten.

Bilanzneutrale Handhabung, weil sofort abzugsfähige Betriebsausgabe.

keine Beitragspflicht für die gesetzliche Insolvenzsicherung laut PSVaG

Welche Anlageformen gibt es:

1. Klassische Rentenversicherungen, außerdem können zusätzliche Versicherungen (z.B. Berufsunfähigkeit), fondsgebundene Rentenversicherungen, Hinterbliebenenversorgung und selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherungen abgeschlossen werden. Zum Schutz von Tod, Invalidität und der Hinterbliebenenversorgung.
2. Außerdem Förderung zertifizierter Versicherungen nach § 10 a EStG.

Sind die eingezahlten Beiträge sicher?

–    Falls die Pensionskasse insolvent gehen sollte, übernimmt der Arbeitgeber entsprechend der Subsidärhaftung die Erfüllung der zugesicherten Leistung.

Was passiert im Todesfall?

Im jeweiligen Versicherungsvertrag wird angegeben, wer im Todesfall als Hinterbliebener berechtigt sein soll, der Hinterbliebene muß folgenden Personengruppen angehören:

– Ehegatte,
– Kinder mit Anspruch auf Kindergeld
– Lebensgefährten,
– eingetragene gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft.

Was wird im Todesfall gezahlt?
In diesem Fall unterscheidet man zwischen Tod in der Ansparphase und Tod in der Rentenzeit.

1. Tod in der Ansparphase
Dem Hinterbliebenen wird für jedes gezahlte Beitragsjahr die volle Höhe der Beiträge ausgezahlt. Das heißt wenn der Versicherte mit 25 Jahren pro Monat 100 € in die bAV eingezahlt hat und mit 35 Jahren verstirbt, dann bekommt der Hinterbliebene 12.000 € ausgezahlt.

2. Tod in der Rentenzeit
Wenn die versicherte Person mit 60 Jahren in Rente gegangen ist und mit 62 Jahren verstirbt, die Rentengarantiezeit 12 Jahre beträgt und somit bis 72 Jahren garantiert ist, dann bekommt die Hinterbliebene noch weitere 10 Jahre die volle Höhe der Rente der verstorbenen Person ausgezahlt.

Wichtig im Todesfall!
Jede Versicherungsgesellschaft hat eigenen Bedingungen, deshalb ist das o.a. Beispiel nicht verbindlich.

Fazit:

Ich möchte mal behaupten, auch in diesem Fall macht es Sinn, über den Durchführungsweg „Pensionskasse“ ernsthaft nachzudenken. Insbesondere in Kombination mit anderen Bausteinen, ist dies ein sinnvoller Weg, fürs Alter vorzusorgen.

Ein kompetente und vor allem seriöse Beratung ist allerdings unerlässlich, denn auch hier gilt:

Es prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch was Besseres findet.

Mehr zum Thema erfahren Sie demnächst in unserem Blog. Also dranbleiben…..