Gemäß § 35a EStG können bei Handwerkerleistungen 20 % der Arbeitslohnkosten die Einkommensteuerschuld mindern. Dies gilt allerdings nur, wenn es sich um eine Leistung „im inländischen Haushalt“ handelt. Das FG München hat bereits mit Urteil vom 14. Juli 2009 entschieden, dass die Arbeitslohnkosten aufzuteilen sind, wenn die Arbeiten sowohl im Haushalt des Steuerpflichtigen als auch im Betrieb des Unternehmers erbracht werden. Im Haushalt bedeutet in der privaten Wohnung bzw. im Privathaus nebst Zubörräume und Garten. Daraus ist zu schlussfolgern, dass Vormontagekosten im Betrieb steuerlich nicht gefördert wird. Wird diese Handhabung / dieses Urteil seitens der Finanzverwaltung umgesetzt geht u. E. die Intention des Gesetzgebers durch die Einführung des § 35a ESTG über die Steuerermäßigung bei Aufwendungen für haushaltsnahe Handwerkerleistungen und damit die Bekämpfung der Schwarzarbeit in Leere. Hierdurch wird beim Steuerpflichtigen Unsicherheit über die steuerliche Abzugsfähigkeit geschürt, die durch eine großzügige Gesetzesauslegung vermieden werden kann. Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.